Berufliche Förderung

Es ist uns wichtig, berufliche Perspektiven in modernen Bereichen zu eröffnen, die das Interesse der Jugend treffen oder gar erst wecken, aber gleichzeitig zukunftsträchtige, etablierte Berufe attraktiv zu machen.

TECHNOLOGIE UND ROBOTIKA
Der neue Ausbildungszweig wurde im Jugenddorf Kedma als schulbegleitendes Lernprojekt etabliert. Er verbindet das Erlernen von Elektrik und Elektronik mit der Begeisterung für zukunftsweisende Techniken wie den Bau von Robotern, Einsatz von 3D-Druck, Entwicklung von Programmen etc. Hierfür wurde ein modernes Technik-Labor eingerichtet, das von den Schülern, die vielfach aus besonders benachteiligten Hintergründen kommen, mit großer Begeisterung und Lernmotivation angenommen wird. Gleichzeitig ist es gelungen, die Firma Intel als Paten für diese Ausbildung zu gewinnen. So absolvieren die Jugendlichen pro Woche einen Praxistag dort, und die Vision ist, dass Intel sie nach ihrem Militärdienst auch übernehmen wird. Das sehr erfolgreiche Projekt wird mit einem zweiten Kurs erweitert.

AUSBILDUNGSCOLLEGE ÖKOLOGIE/ERNEUERBARE ENERGIEN

Das Jugenddorf Ayanot hat bereits diverse Initiativen im ökologischen Bereich umgesetzt. Auf unsere Anregung hin und mit unserer Unterstützung hat das Jugenddorf ein einjähriges Ausbildungscollege Ökologie / Erneuerbare Energien eingerichtet.

Im Anschluss an die 12. Klasse und vor dem Militärpflichtdienst sammeln hier Heranwachsende, insbesondere Absolventen aus den Jugenddörfern, Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeit und Bewahrung unseres Lebensraums. Sie lernen vorhandene Methoden und Konzepte kennen, experimentieren mit ihnen und entwickeln Zukunftsvisionen. Dabei lernen die Teilnehmer nicht nur solche Konzepte kennen, sondern leben sie auch, denn der ressourcenschonende und gleichzeitig kostenbewusste Bau von Unterkünften und anderen Gebäuden ist Teil von Projekt und Lehrplan. Ziel ist es, dass die jungen Erwachsenen schon während ihrer Militärzeit, aber vor allem im Anschluss daran zu Umweltbotschaftern werden und sich beruflich in diesem Bereich weiterentwickeln.

INSTALLATEUR – WERKSTATT

Der wichtige und auch zukunftsrelevante Beruf des Installateurs wird in Israel wenig formal ausgebildet. Erstmalig in einem Jugenddorf soll nun in Kfar Hanoar Hadati eine Einstiegsausbildung in diesem Bereich ermöglicht werden. Unser Verein hat die Ausstattung der Lehrwerkstatt Installateur unterstützt.

FAHRRAD – WERKSTATT

Das Fahrrad als umweltbewusstes Fortbewegungsmittel hat infolge der Corona-Pandemie einen zusätzlichen Schub erhalten. Vor diesem Hintergrund entstand unsere Idee, die bestehenden Fahrrad AGs in Kedma und Ramat Hadassah mit einer Fahrrad-Lernwerkstatt zu ergänzen. Unter professioneller Anleitung sollen die Jugendlichen hier lernen, die Jugenddorf-eigenen Fahrräder zu pflegen und zu reparieren. Mit Auftragsarbeiten aus der Umgebung, Fahrräder zu Reparieren und zu Warten, können sie zudem ihr Taschengeld aufbessern. Wenn sie defekte und weggeworfene Fahrräder instand setzen, können sie sie anderen Bedürftigen zur Verfügung stellen oder auch verkaufen. Diese Erfahrungen und ein angestrebtes Zeugnis können den Jugendlichen die Chance auf ein zukunftsorientiertes berufliches Standbein eröffnet.