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„Rettet die Kinder“ – die Devise zur Gründung der Jugend-Aliyah 1933 ist im Ukraine-Krieg aktueller denn je. Ähnlich wie damals versuchen jetzt Familien, meist Mütter mit ihren Kindern, aus den umkämpften Gebieten der Ukraine zu fliehen, oder wenigstens ihre Kinder über die Grenzen in Sicherheit zu bringen.

In den Nachbarländern sind auch Mitarbeiter der Jugend-Aliyah aktiv, um jüdischen Geflüchteten beizustehen und sie auf Wunsch nach Israel zu begleiten. Dort wurde schnell und sorgfältig die Aufnahme der Kinder geplant. Jugenddörfer, die bereits Erfahrung mit russischsprachigen Neueinwanderern haben sowie Betreuerteams und Psychologen, die die traumatisierten Kinder muttersprachlich auffangen können, nehmen die Geflüchteten in kleinen Gruppen von je 15 Heranwachsenden auf.

Einige der Kinder haben Verwandte, die bereits in Israel leben, manche gar Geschwister; einige sind mit der Mutter gekommen, die meisten jedoch sind allein. In ihrer Gruppe fühlen sie sich geborgen und sind glücklich über die warmherzige und liebevolle Aufnahme, die sie im Jugenddorf erfahren.

Viele Kinder konnten nur minimales Gepäck mitbringen und dürfen sich nun neue Kleidung nach ihrem Geschmack aussuchen. Zahlreiche Freizeitaktivitäten sollen ihnen das Ankommen nach den schwierigen Erlebnissen erleichtern. Gleichzeitig beginnt für sie der Schulunterricht in Hebräisch, Mathematik und Englisch, denn die Schule ist für sie eine Rückkehr zur Normalität. Bisher finden die ukrainischen Flüchtlingskinder in 10 Jugenddörfern Aufnahme. Weitere Einrichtungen bereiten sich vor, in den nächsten Wochen allen Ankommenden ein Zuhause bieten zu können.

Neben den neu angekommenen ukrainischen Kindern leben in vielen Jugenddörfern bereits Jugendliche aus der Ukraine, die in den vergangenen Jahren über bestehende Programme ohne Eltern nach Israel kamen. Auch für sie ist das Bangen und die Ungewissheit um ihre Angehörigen und Freunde ein ständiger Begleiter und sie brauchen liebevolle Fürsorge und Trost.

Am bevorstehenden Pessachfest erinnert man sich im Kreise der Familie an die Flucht und Vertreibung aus Ägypten. Für die geflüchteten ukrainischen Heranwachsenden hat Pessach in diesem Jahr jedoch eine ganz andere Bedeutung. Um so wichtiger ist es, dass sie jeweils zu zweit den ersten Abend bei israelischen Gastfamilien verbringen und dann mit ihrer Gruppe Ausflüge und Unternehmungen innerhalb Israels erleben dürfen. Weil die Kinder oft in kürzester Zeit nur das Wichtigste einpacken konnten, mussten sie geliebte Dinge zurücklassen: ein Teddybär, ein Kettenanhänger, ein Poster und vieles mehr. Auf unsere Anregung hin darf sich jedes Kind hierfür ein neues Kleinod aussuchen.

Bitte helfen Sie uns, in diesen schweren Zeiten auch diesen traumatisierten Kindern zur Seite zu stehen!

Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir glückliche Feiertage und hoffen gemeinsam auf Frieden.

Chag Sameach

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