Normalerweise würden die Kinder in den Jugenddörfern gerade ausgelassen und mit bunten Kostümen fröhlich Purim feiern. Nun aber heulen im ganzen Land wieder bei Tag und Nacht die Sirenen, die israelische Bevölkerung flüchtet sich in den nächstgelegenen Schutzraum.
In zwei Jugenddörfern haben wir in den letzten Jahren Schutzräume finanziert: Im Jugenddorf Ayanot wurden im vorletzten und letzten Jahr zwei große von uns Schutzräume eingerichtet. In Kfar Silver, einem der ganz im Süden Israel gelegenen Jugenddörfer, ist gerade mit dem Jahreswechsel der neue große, nach modernstem Stand gebaute Schutzraum eingeweiht worden, der in Friedenszeiten zudem als pädagogisches Zentrum dienen kann. In beiden Jugenddörfern hätte es zuvor bei weitem nicht genügend Schutzmöglichkeiten gegeben, um den Kindern und Jugendlichen in der derzeitigen Situation einen sicheren Ort zu geben.
Wie drängend die Bedrohung trotz aller Raketenabwehrmaßnahmen auch für die Jugenddörfer ist, zeigt sich in Ben Shemen, das vor zwei Jahren an einem unserer Rad-Projekte beteiligt war: Im Ort gab es einen schweren Einschlag mit vielen Verletzten und Toten. Raketentrümmer regneten auch auf das Jugenddorf selbst nieder; glücklicherweise gab es hier zwar ausgedehnte Sachschäden, aber Personen wurden nicht getroffen.
Während die Kinder und Jugendlichen in den Jugenddörfern einen großen Teil ihrer Zeit in den Schutzräumen verbringen, sind viele ihrer Lehrer und Betreuer zum Zivilschutz eingezogen, um Brände zu löschen, Verletzte und Tote zu bergen oder Trümmer zu beseitigen.
Hoffen wir gemeinsam für alle Menschen im Nahen Osten darauf, dass die Angriffe bald enden und ein langfristiger Frieden einkehren kann.