Hunde- und Reiterstaffel, Wasserwerfer, Polizeihubschrauber, Wasserschutzpolizei – für die Jugendlichen aus Kannot gab es bei ihrem einwöchigen Praktikumsbesuch bei der Polizei Sachsen viel zu entdecken und zu erleben.
Jedes Jahr kommt eine Gruppe von Schülern aus dem israelischen Jugenddorf nach Sachsen. In Kannot absolvieren sie zusätzlich zu ihren normalen Schulfächern eine Einstiegsausbildung im Polizeibereich. Auf der Reise erfahren sie, wie die vielfältige Arbeit der Polizei in Deutschland aussieht: Sie besuchen verschiedene Dienststellen, erleben die moderne deutsche Polizeiorganisation und können bei praktischen Übungen selbst die Ausrüstung ausprobieren. Das gibt vielen eine große berufliche Motivation.
Was dieses Projekt besonders wertvoll macht, sind jedoch die Begegnungen: Für viele deutsche Polizistinnen und Polizisten ist es das erste persönliche Treffen mit jungen Israelis. Die jugendlichen Gäste, die die moderne Bundesrepublik kennenlernen, werden so ganz nebenbei und jenseits von Schlagzeilen und politischen Debatten zu Botschaftern ihrer Heimat und zu Brückenbauern zwischen jungen Menschen in Israel und Deutschland.
Sehr bewegend für die jüdischen Schüler war die Begegnung mit der Vergangenheit bei der Führung durch die Gedenkstätte Sachsenhausen. Fast ein Kontrastprogramm dagegen bildete der Besuch im Sächsischen Landtag und der Einblick in die demokratische Arbeit und das politische Leben des Freistaats.
Viele Eindrücke, viele Begegnungen – und ganz sicher Erinnerungen, die Gastgeber wie Gäste noch lange begleiten werden.