Unter dem Motto „Hope – Hoffnung“ kamen diesmal die Jugendlichen der Adolf-Reichwein-Schule, Marburg, mit ihren Partnern aus dem Jugenddorf Ayanot zusammen, und zwar in Hamburg. Schon die gemeinsame Unterkunft bot diesmal viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren: Das heutige Tagungszentrum Elsa-Brandström-Haus liegt auf dem Gelände der früheren Villa der Familie Wartburg, in der nach dem 2. Weltkrieg jüdische Waisenkinder, Überlebende der Shoah, untergebracht wurden und dort erstmals wieder Kinder sein durften, bevor sie mithilfe der Jugend-Aliyah im damaligen Mandatsgebiet Palästina eine neue Heimat fanden.
Die Jugendlichen entdeckten bei einer Schnitzeljagd die Geschichte des früheren Waisenhauses und die Schicksale der Waisenkinder, erlebten im Auswanderermuseum Ballinstadt Hamburg als Ausgangspunkt der Auswanderung nach Amerika, erkundeten die deutsche und deutsch-jüdische Geschichte und Gegenwart Hamburgs. Dazu gehörte auch der Schabbat, den die Jugendlichen bei der liberalen jüdischen Gemeinde Hamburgs verbrachten. Ein ganz anderes Highlight war das bis zur letzten Minute spannende Pokalspiel von St. Pauli: Die mitreißende Atmosphäre auf dem Rasen und im Stadion ließ keinen auf den Sitzen.
Ihre Erlebnisse, Diskussionen und Erkenntnisse der Projektwoche setzten die Jugendlichen in gemischten Teams in Videofilme um, die sie auf der Abschlussveranstaltung am Ende präsentierten.
Das Projekt wurde verwirklicht mit der Förderung von ConAct und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.